Fibromyalgie

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Die Fibromyalgie ist nach wie vor ein rätselhaftes Krankheitsbild. Die Erstdiagnose wird häufig zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr gestellt. Frauen erkranken 10x häufiger als Männer. Die Diagnose stützt sich auf die vom American College of Rheumatology festgelegten Kriterien: Schmerzen in der oberen und unteren Körperhälfte, die länger als 3 Monate andauern. Erhöhter Druckschmerz über sog. Tender-Points. Häufig kommen depressive Syndrome und Schlafstörungen hinzu. Andere Erkrankungen des Bewegungsapparates, insbesondere rheumatische Erkrankungen müssen ausgeschlossen sein. Die Krankheit muss gegen die Schmerzsyndrome des somatoformen Formenkreises abgegrenzt werden. Am problematischsten stellt sich im Nachhinein oft die Diagnosestellung dar, die oft mit zeitlicher Verzögerung erfolgt.
 
Als Ursache wird eine Störung in absteigenden Nervenbahnen gesehen, die eigentlich die Schmerzwahrnehmung auf Rückenmarksebene unterdrücken. Diese Störung soll durch körperliche Misshandlungen/Missbrauch und psychische Belastungssituationen in der Kindheit entstanden sein. Hinzu kommen Störungen des Serotonin/Noradrenalin-Stoffwechsels, sowie mitochondriale Störungen in der Muskulatur.
 
Neben der Fibromyalgie des Erwachsenen, gibt es auch die Fibromyalgie des jungen Menschen. Hier sind die Diagnosekriterien etwas anders definiert.
 
Die medikamentöse Behandlung ist nach wie vor schwierig. Wichtig ist, die Patienten zu aktivieren, dazu zu bringen körperliche Aktivitäten zu entwickeln und aus der oft vorherrschenden Passivität heraus zu führen.